Fashion Revolution #whomademyclothes

 
 

Heute vor genau 5 Jahren stürzte in Bangladesh in Sabhar  das Fabrikgebäude Rana Plaza ein. 1135 Menschen kamen dabei ums Leben und 2438 wurden verletzt. Somit ereignete sich der schwerste Fabrik-Unfall in der Geschichte des Landes.

 

Erinnerst Du Dich noch? Es ging durch die Medien und plötzlich wurde die Menschheit erneut aufmerksam. Aufmerksam auf die Umstände, unter denen die von uns getragene Kleidung häufig produziert wird.
 

                                                                                                                                                                         @nikfrdszrsln_ (unsplash)

                                                                                                                                                                        @nikfrdszrsln_ (unsplash)

Was genau ist passiert?
 

Durch enorme Risse in den Wänden war das damalige Fabrikgebäude unter keinen Umständen mehr betretbar. Dennoch wurden die Mitarbeiter/innen der Fabrik, die Kleidung für bekannte Modelabels nähten, gezwungen hier weiterzuarbeiten.
Der Kostendruck war hoch. Der Lohn eines Mitarbeiters war unabhängig vom Endverkaufspreis verschwindet gering (selbst für dortige Verhältnisse).
Über 1000 Menschen mussten ihr Leben lassen, nur weil Mode ein sehr lukrativer Markt für viele Unternehmen ist. Ob günstig, mittelpreisig oder hochpreisig - Der Lohn der Mitarbeiter/innen ist der gleiche. Es unterscheidet sich lediglich die Marge des Herstellers.
 

Da ist man doch schockiert, oder?
 

Ich war damals auch schockiert von den Bildern und Reportagen, die man damals gesehen hat.
Das waren glaube ich viele Menschen.
Doch wenn die Zeit etwas verstreicht, man nicht mehr darüber liest, sich vielleicht auch nicht proaktiv mit dem Thema Mode und deren Herstellung auseinandersetzt, vergisst man schnell.


Das große Vergessen - nicht mal Absicht
 

Man vergisst und macht sich keine Gedanken beim nächsten Besuch in einer der großen Modeketten.
Zu groß ist das „Haben-wollen“. Es wird uns ja auch täglich bis wöchentlich eine neue Kollektion präsentiert.

Viele Trends werden daher einfach mitgemacht. Hauptsache haben.
Dass dieser übermäßige Modekonsum, der durch die erschwinglichen bis viel zu günstigen Preise,
ermöglicht wird, ganz erhebliche Folgen hat ist uns oft nicht bewusst.

 
 


Die Aktion #whomademyclothes


Daher gibt es seit dem Ereignis „Rana Plaza“ eine Initiative!
Die „Fashion Revolution“ Initiative fordert zum Umdenken auf und das tollste ist: jeder kann ganz einfach mitmachen.  
 

Mach mit:
 

Ohne viel Aufwand kannst auch Du mitmachen. Trage deine Kleidung linksherum, zeige die Labels
und Frage die Modehersteller genau: Wer hat eigentlich meine Kleidung hergestellt?
Das ganze wird in sozialen Medien (entsprechend mit dem verlinkten Hersteller) geteilt
und offiziell wird nachgefragt ( #whomademyclothes )

 
 
IMG_9839.JPG


Ich habe mich zwar entschlossen künftig nur noch nachhaltig und fair hergestellte Mode zu konsumieren, was aber nicht heißt, dass ich bereits „unfair“ erworbene Stücke entsorge.
Das wäre so ganz und gar nicht nachhaltig!

Daher habe auch ich heute nach der Arbeit einfach und sehr spontan meine Kleidung auf links gedreht und frage nun nach.

 
IMG_9842.JPG

Der Mantel ist von Vero Moda.
Die Hose ist von Diesel.
Die Schuhe sind von Converse.
Das Shirt ist von Stadium.
Der Blouson ist von Noisy May.

 
IMG_9850.JPG


Mal gucken was kommt? Ich vermute ja nichts, aber wenn ich mit diesem Post nur einen zum Nachdenken anregen kann, ist das Ziel schon erreicht 😉

 

Dokumentation Rana Plaza (Wer es vielleicht noch nicht gesehen hat)

 

Wie ist Deine Einstellung? Übertrieben oder weitersagen? 
Unabhängig von der Fashion Revolution Week sollte das Thema immer wieder hervorgebracht werden, ist meine Meinung.
Ich glaube, wer sich damit befasst, der wird auch umdenken.